Streuobstwiese,
was ist das?
- Eine traditionelle Form des Obstanbaues mit hochstämmigen Obstbäumen verschiedener Arten und Sorten
- Ökologische Landnutzung und extensive Bewirtschaftung, d.h. keine Düngung, Spritzmittelverzicht, 1-2mal gemäht im Jahr
- Boden- und Wasserschutz; geschlossene Krautschicht wirkt der Erosion entgegen
- Wertvoller Lebensraum und artenreiche Lebensgemeinschaft
In der Krautschicht gibt es unzählige Insekten, Spinnentiere und Kleinsäuger und die vielen Gräser, Pflanzen und Wildblumen dienen als Unterschlupf und Nahrungsquelle
In der Baumschicht leben Siebenschläfer, Fledermäuse und zahlreiche Vogelarten
Im Frühling werden von der Obstblüte zahlreiche Insekten (Bienen, Hummeln u. Schmetterlinge) angelockt, die für die Bestäubung sorgen, aber auch Wespen, Schlupfwespen und Käfer. Dieser Insektenreichtum lockt wiederum viele andere Tiere, wie Igel, insektenfressende Vögel und Fledermäuse an.
Zur Reifezeit des Obstes bieten herabfallende, faulende Früchte Nahrung und Lebensraum für viele Tierarten, die wichtige Glieder im Kreislauf der Natur sind: Wespen, Hornissen und Würmer.
- Bedeutung für den Natur- und Artenschutz in unserer Kulturlandschaft
Die meisten Tagfalter lieben das Sonnenlicht und einige betätigen sich als Pflanzen-bestäuber. Da Schmetterlinge sehr empfindlich und schnell auf Veränderungen in ihrer Umwelt reagieren, sind sie hervorragende Indikatoren für den Zustand der Landschaft und der biologischen Vielfalt.
Um unseren heimischen Arten, wie Tagpfauenauge, Zitronenfalter, Admiral, Landkärtchen, usw. einen Teil ihres Lebensraumes zu erhalten, gibt es hier geeignete Nektarpflanzen und Fraßpflanzen für deren Raupen.
Gestaltung: Projektgruppe „KSP“ beim Naturschutzaktiv Schöneiche e.V. und der Grundschule 1 in Schöneiche mit Unterstützung der Gemeinde Schöneiche, dem ANU Brandenburg e.V. und dem MLUV
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